Meltheads [BE] – „Decent Sex“ (Album) | VÖ: 09.02.2024

Nachdem uns Meltheads mit ihren ersten zwei Vorabauskopplungen, der unbändigen Single „I Want It All“ und dem brachial klingenden Song „Theodore„, einen ersten eindrucksvollen Einblick in ihre rebellische Welt gaben, liefert die aus Antwerpen stammende Band mit Decent Sex nun ihr fesselndes Debütalbum, das am 09.02.2024 via Mayway Records erscheint.

Meltheads sind schon seit einiger Zeit auf den Bühnen Belgiens und der Niederlande unterwegs, angetrieben von der metronomisch tighten Rhythmusgruppe um Tim Pensaert (Bass) und Simon de Geus (Schlagzeug) und befeuert vom messerscharfen Gitarrespiel von Yunas de Proost. Und dann ist da noch Frontmann Sietse Willems, ein Mann, der für die Bühne geboren wurde – wie MorrisonPlant und Iggy Pop in einem brutalen und knorrigen Paket.

Das Album beginnt mit dem Titeltrack „Decent Sex„, der eine Brücke zwischen den Stooges und den Doors schlägt, und das ohne zu übertreiben: halsbrecherisch schnell und laut. Knapp 30 Minuten später, nachdem die letzten Töne des Fiebertraum-Songs „Melvin“ verhallt sind, lässt Decent Sex seine Hörer:innen nach einem Wahnsinnstrip durch schmetternden Post-Punk („Gear„), viszeralen Lärm („Theodore„), mitreißenden Psych („White Lies„) und guten alten Rock ’n‘ Roll („Screwdrivers„) k.o. auf dem Boden zurück. Elf Tracks mit schrillen Gitarren, hämmernden Drums, fettem Bass und Willems‚ elementarem Gesang, aber auch eingängigen Melodien („No One Is Innocent„, „Gear„, „Arbeit„), fesselnden Hooks („Night Gym„), ungeahnten Brüchen („Vegan Leather Boots„) und überraschenden Backings („White Lies„). „Theodore“ ist ein Lied über die Suche nach (Selbst-) Liebe, aber auch über den Schlamassel, in den Drogenkonsum führen kann. Alles nicht sehr berauschend, und die meisten Themen kehren in mehreren Songs wieder, wie die dunkle Seite von Beziehungen und Sex („White Lies„, „Decent Sex„), oder toxische Männlichkeit („Vegan Leather Boots„, „Theodore„) und sogar Politik („No One Is Innocent„, „Arbeit„). Ziemlich heftiges Zeug, aber verpackt in den höchst ansteckenden und durchdringenden Gitarrenrock, den Meltheads servieren, schlägt es ein wie eine Bombe. Meltheads nehmen Referenzen wie Amyl and The SniffersThe Gun ClubThe Fall und Wire, werfen sie in den Zementmischer und ebnen damit einen steinharten Weg zum internationalen Durchbruch.

Quelle/Foto: popup-records