In der neuen SIMONA-Single „Wunden“ gibt es eine Passage, die einem schon beim Zuhören das Blut in den Adern gefrieren lässt. Wie muss es für sie gewesen sein, das am eigenen Leib zu erfahren? „Ich träume immer noch von deiner Faust“, singt sie, „ich komm‘ aus dem Auto nicht mehr raus / Ich hör die Schritte, wie du mich jagst.“ Sie habe noch nie solche Angst gehabt, fügt sie hinzu. Und man glaubt es ihr sofort. Oft wählen Sänger:innen abstrakte Bilder, um eine Leidensgeschichte zu verarbeiten. SIMONA nimmt den direkten Weg – ungefiltert, ungeschönt, unzensiert. Wenn es für sie nach den Jahren in einer Ehe, die sie als „hasserfüllt, vergiftet und gewaltvoll“ beschreibt, eine Katharsis geben kann, dann nur, wenn sie die Dinge beim Namen nennt. Mit „Wunden“ veröffentlicht die Musikerin den nächsten Vorboten ihres kommenden Albums „Monster“, das am 11. Oktober 2024 erscheint.
Zuletzt hatte die Single „Seit du da bist“ vorsichtig optimistische Signale gesendet: Der Song handelte von einer neuen Liebe, von dem wunderschönen Gefühl, nach dem Gang durchs Höllenfeuer wieder einen Menschen an der Seite zu haben, dem man vertraut. Gleichzeitig schwang immer eine große Portion Unsicherheit und Angst mit, denn die Geister der Vergangenheit lassen sie einfach nicht los. Darum geht es auch in „Wunden“. „Nach all der Zeit / Hast du dein‘ Frieden gefunden / Nur ich sitze da / Und frage mich, wann heilen meine Wunden“, fragt sich SIMONA, wie es sein kann, dass er bereits Frieden mit dem Geschehenen schließen konnte, während es sich für sie noch erschreckend frisch anfühlt: „Ich weiß noch, wie sehr es weh tat / Ich spür‘ die Schnitte auf der Haut immer noch.“
Dass SIMONA ihren Frieden noch nicht gefunden hat, unterstreicht auch die Produktion des Songs: Nervös flirrende Elektronik, harte Trap-Beats und weit hallende Klangflächen erzeugen eine intensive Atmosphäre, und spätestens als bei der Zeile „Weißt du noch, wie sehr es weh tat? Oder hast du sie schon vergessen, diese Nacht?“ Sirenengeräusche eines Krankenwagens im Hintergrund zu hören sind, stockt einem beim Zuhören der Atem. Gott sei Dank sind diese Erlebnisse heute nur noch Erinnerungen, „Gott sei Dank habe ich dich verdrängt“, sagt SIMONA, die sich am Ende des Liedes mit einem gespenstisch schönen A-cappella alle verbliebene Angst und Trauer von der Seele singt.
SIMONA kommentiert: „In ‚Wunden‘ schaue ich zurück auf eine Zeit, die in mir wohl nie ganz heilen wird. Sprichwörtlich heilt die Zeit wohl doch nicht alle Wunden. Der Song ist wieder sehr persönlich und dreht sich auch erneut um die erlebte Gewalt. Denkt er noch daran, oder bin ich die Einzige, die immer noch daran zu knabbern hat? Das sind Gedanken, die mich umtreiben. Gleichzeitig suche ich den Frieden, indem ich endlich den Mut finde, über das Geschehene zu sprechen“.
„Wunden“ ist ab sofort über Warner Music Central Europe erhältlich. Nach „Schutzschild“, „Hund“ (feat. Takt32) und „Seit du da bist“ ist es die vierte Single aus dem kommenden Album „Monster“ von SIMONA, das am 11. Oktober 2024 erscheint. Am selben Tag begibt sich die Singer-Songwriterin auf Headlinertour und wird darüber hinaus auch diverse Support-Shows für MIA. und Takt32 spielen.
Headliner-Shows:
11.10.24 Berlin, Lark
12.10.24 Hamburg, Häkken
18.10.24 Frankfurt, Ponyhof
Support-Shows für:
MIA.
03.10. Wiesbaden, Schlachthof
13.10. Bremen, Modernes
19.10. Köln, Carlswerk Victoria
20.10. Bochum, Zeche
TAKT32
04.10. Berlin, Astra
25.10. FFM, Das Bett
26.10. Stuttgart, Im Wizemann
Quelle/Foto: Warner Music
