Wie viel Schuld trägt unsere Familie an unseren Fehlern? – Psychologin Noémi Orvos-Tóth löst vererbte Familienwunden auf

Tiefes Trauma, Lieblosigkeit und Beziehungskonflikte werden von Generation zu Generation weitergegeben. Psychotherapeutin Noémi Orvos-Tóth weiß: „Wir können Geschehenes nicht ungeschehen machen; doch wenn wir es verstehen, kann es uns sehr dabei helfen, die Gegenwart und unsere Zukunft anders zu gestalten.” In ihrem Buch “Vererbte Familienwunden“ erklärt sie den Einfluss alter Familienkonflikte auf unsere Psyche und gibt Anleitungen zur Heilung.

Irgendwann im Leben kommt der Moment, in dem wir realisieren, dass unsere negativen Verhaltensweisen, unsere Ängste oder unsere gescheiterten Beziehungen ihre Wurzeln in der Vergangenheit haben. Um uns selbst zu verstehen, zu erkennen, warum wir nicht weiterkommen und um unseren Ängsten auf den Grund zu gehen, reicht es nicht aus, uns nur unsere eigene Lebensgeschichte anzusehen. Solange wir die Auseinandersetzung mit unserem familiären Erbe aufschieben, geben wir die negativen Muster von Schmerz und Misstrauen unbewusst an unsere Kinder weiter. Deshalb ist es wichtig, sich von den nie angezweifelten Glaubenssätzen der Familie, den Heimlichkeiten, den Vertrauensbrüchen und Lieblosigkeiten zu befreien.

Doch was sind diese Muster genau? Wo sind sie zu finden? Und wie können sie durchbrochen werden? In ihrem Buch schildert die Trauma-Spezialistin das Schicksalsmuster ungewollter Kinder ebenso wie die besonderen Erlebnisse in der Geschwisterhierarchie. Sie lotet typische Familienschicksale oder auch-geheimnisse aus und erläutert deren Konsequenzen für die Gesundheit unserer Psyche und unserer Grundstimmung im Leben. Wer sich mit der Vergangenheit beschäftigt und sie gründlich versteht, ist gewappnet für die Herausforderungen der Zukunft.

Vererbte Familienwunden erscheint am 4. November 2024.

Quelle/Foto: Verlagsgruppe Droemer Knaur