Eva-Maria Steingräber ist eine erfahrene Großwildjägerin und schildert in ihrem Buch einige ihrer Einsätze bei der Jagd auf sog. Problemwild in Afrika. Gerade dort wird der Lebensraum für Wildtiere stetig knapper, da immer mehr Flächen landwirtschaftlich genutzt werden, um die wachsende Bevölkerung zu ernähren. Da sind Konflikte zwangsläufig vorprogrammiert.
Aus einem naturverbundenen Elternhaus stammend machte sie schon früh den Jagdschein und ein Jahr später die Prüfung zur Falknerin, die „hohe Schule der Jagd“. Nach reichlich jagdlicher Erfahrung entstand dann die Liebe zu Afrika und damit ihr Engagement für die Jagd auf Problemwild.
Den gesamten Erlös dieses Buches spendet die Autorin für ein Brunnenbau-Projekt in Namibia.Sie verbringt viele Wochen des Jahres in Namibia und hat inzwischen weitreichende Freundschaften geknüpft.
Auf der anderen Seite halten viele Menschen Jäger oder gar Großwildjäger für gewissenlose Tiermörder. Sie übersehen dabei den Aspekt der Hege und Pflege. Wenn eine Population überhandnimmt, wenn es gilt, kranke oder verletzte Tiere durch einen Gnadenschuss zu erlösen oder wenn ein Tier aggressiv und damit zur Gefahr für Menschen und andere Tiere wird, dann ist die Expertise eines erfahrenen Jägers gefragt.
Das vorliegende Buch ist reich bebildert und schildert dem Leser, der sich mit der Jagd und dem Jagen nicht auskennt, vielleicht sogar Vorurteile der Großwildjagd gegenüber hat, auf eindrückliche Weise die „andere“ Seite und führt ihn behutsam in eine andere, spannende Welt …
Quelle/Foto: R. G. Fischer Verlag
