Mit CHRISTOPHER CLARK auf Zeitreise ins 19. Jahrhundert: »SKANDAL IN KÖNIGSBERG« erscheint am 12. November

Mit »Skandal in Königsberg. Eine Geschichte von Moral, Medien und Politik aus dem alten Preußen« erweckt der Cambridge-Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark eine turbulente Episode aus dem 19. Jahrhundert zum Leben. Brillant erzählt er, wie in der vermeintlich beschaulichen Biedermeierzeit religiöser Eifer und sexuelle Ausschweifungen, Eitelkeit und berufliche Rivalitäten, Naivität und schlichte menschliche Unberechenbarkeit eine Stadt zu zerreißen drohen – und warum manches an diesem Skandal auch für unsere Gegenwart bedeutsam ist.

Der Preußen-Experte Christopher Clark nimmt uns mit auf eine Zeitreise ins frühe 19. Jahrhundert. Wir betreten eine Welt voller Intrigen und Verrat, die zwei lutherischen Predigern in Königsberg zum Verhängnis wurde: Königsberg, die ehemalige Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen, galt schon immer als eher verschlafener Ort, bekannt vor allem als einstige Residenz von Immanuel Kant. Doch in den späten 1830er-Jahren war das Städtchen plötzlich in aller Munde – allerdings aus ganz anderen Gründen.

Sensationelle Anschuldigung wurden damals in Umlauf gebracht, die darauf schließen ließen, dass unter der schläfrigen Kulisse der Stadt dunkle erotische Geheimnisse schlummerten und es zu erschütternden Vertrauensbrüchen kam. Vor genau dieser Art von moralischem Verfall fürchteten sich die preußischen Behörden zu dieser Zeit am meisten. Nach den Verwerfungen der Französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen, die eine ganze Generation in Aufruhr versetzt hatten, konnte jeder moralische Fehltritt als Vorbote eines neuen Sturms angesehen werden.

Quelle/Foto: DVA