Mit acht Jahren wurde Haya Molchos Welt von einem Tag auf den anderen auseinandergerissen. Ihr Vater musste Israel wegen seiner Spielschulden verlassen, ihre Mutter konnte nicht für beide Kinder sorgen und Haya lebte neun Monate getrennt von Eltern und Bruder bei ihrer Tante. In deren Küche fand sie etwas wieder, das ihr Leben gerade verloren hatte: Rhythmus, Verlässlichkeit und ein Stück Zuhause.
In Erinnerungen, die schmecken erzählt die NENI-Gründerin erstmals entwaffnend offen vollständig ihre persönliche Geschichte. Von ihrer Kindheit in Tel Aviv und den rumänischen Wurzeln ihrer Familie, von Verlustängsten und Neuanfängen, ihrer großen Liebe, sieben schmerzhaften Jahren des Kinderwunsches und schließlich vier Söhnen. Von der jungen Frau, die sich vor Kameras auf der Toilette versteckte, zur Unternehmerin, die mit ihrer Familie eine europaweit bekannte Gastronomiemarke aufgebaut hat.
„Meine Küche beginnt nicht mit einem Rezept, sondern mit einem Gefühl.“ So erzählt Haya ihr Leben auch über Geschmack: Kzizot und cremiges Kartoffelpüree erinnern an ihre Mutter, Harif und Cholent an die Küche ihrer Tante, Pavlova an ihre Großmutter, Märkte und Gewürze an Tel Aviv und die vielen Reisen mit Samy. Rezepte werden zu Erinnerungen an Menschen, Orte, Glück, Abschied und Verlust.
Mit persönlichen Fotografien aus dem Familienarchiv und Bildern von Hayas Sohn Nuriel Molcho ist Erinnerungen, die schmecken das persönlichste Buch von Haya Molcho, ihre kulinarische Autobiografie.
Quelle/Foto: Brandstätter
