Ground Zero ist kein Ort des Terrors mehr, sondern ein Ort der Stille. Wo einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen, erinnert nun die Gedenkstätte National 9/11 Memorial an die folgenschweren Terroranschläge des 11. September 2001. Gleichzeitig stehen neue Wolkenkratzer, der Überlebensbaum, The Oculus und The Sphere für neue Hoffnung und Stärke. Wir finden, ein Besuch des Ground Zero ist in New York unverzichtbar.
In diesem Artikel haben wir für euch die wichtigsten Informationen zu den bedeutsamen Orten am Ground Zero zusammengestellt. Außerdem klären wir die Unterschiede zwischen Ground Zero, National 9/11 Memorial und 9/11 Memorial Museum. Da wir euch besonders am Ground Zero eine Führung von echten New Yorkern ans Herz legen wollen, gibt es weiter unten auch einige Empfehlungen von uns für geführte Touren am Ground Zero.
Aus Respekt sprechen wir in diesem Artikel auch nicht von “Sehenswürdigkeiten” oder “Attraktionen”, sondern wichtigen Orten und Gedenkstätten.
Nach den Anschlägen auf das World Trade Center qualmten die Trümmer noch bis in den Dezember 2001 hinein und es dauerte über 9 Monate, die Unmengen an Schutt wegzuräumen. Auch danach stand die Nation noch immer unter Schock und an der Stelle, wo zuvor die Twin Towers standen, blieb eine riesige Wunde in Manhattans Stadtbild zurück: der Ground Zero.
Als wichtiger Ort der Erinnerung und Trauer ist der Ground Zero heute keine leere Grube mehr. Auf dem Gelände wurden wieder neue Gebäude errichtet, allen voran die Gedenkstätte National 9/11 Memorial und das 9/11 Memorial Museum. Mit dem neuen One World Trade Center demonstriert New York seine Stärke und seit Kurzem ragt daneben der neue Bahnhof Oculus wie ein Phönix aus der Asche empor.
Dieses gesamte Gebiet, das von den Anschlägen getroffen wurde, wird auch heute noch Ground Zero genannt, oft aber mit 9/11 Memorial gleichgesetzt.
Das National 9/11 Memorial
Genau an der Stelle, wo vor den Anschlägen die Zwillingstürme standen, dienen heute zwei riesige Becken mit Wasserfällen als symbolische Gedenkstätte. Zusammen mit dem Stadtpark-Gelände rundherum formen sie das National 9/11 Memorial.
Die beiden Becken sind die größten künstlichen Wasserfälle in Nordamerika und zusammen eines der bewegendsten Denkmäler der Welt. Sie stehen für die unsagbare Lücke in der Seele der Stadt, die durch die Terroranschläge und den Einsturz der Türme entstanden ist.
Deshalb heißen die Pools auch mehrdeutig Reflecting Absence. Sie laden zur Reflexion über Leere ein und spiegeln diese zugleich auch in der Wasseroberfläche.
Rund um die Wasserbecken sind auf Bronzeplatten die Namen der rund 3.000 Opfer eingraviert – da bekommt man Gänsehaut, wenn man vorbei geht.
Wenn ihr bei manchen Namen eine kleine weiße Rose seht, bedeutet es, dass diese Person heute Geburtstag hätte.
Das Denkmal ehrt all diejenigen, die den Anschlägen am 11. September zum Opfer vielen. Darunter jene, die im World Trade Center in New York, im Pentagon in Washington D.C. und im abgestürzten Flug 93 in Pennsylvania ums Leben kamen. Auch den sechs Opfern des Bombenanschlags auf das World Trade Center im Jahr 1993 ist eine Inschrift gewidmet.
Das neue One World Trade Center steht heute auf dem Ground Zero, direkt neben dem 9/11 Memorial. Ursprünglich hieß das Gebäude Freedom Tower, wurde aber später aus Vermarktungsgründen in One World Trade Center ( 1 WTC) umbenannt.
Auf 104 Etagen gibt es dort fast 80.000 Quadratmeter Bürofläche, eine öffentliche Lobby im Erdgeschoss, verschiedene Restaurants und die höchste Aussichtsplattform New Yorks.
Die Höhe des One World Trade Centers ist nicht zufällig gewählt: 1776 Fuß (knapp 542 Meter) symbolisieren das Jahr der Unabhängigkeitserklärung der USA.
Es verkörpert damit die Stärke, den Optimismus und den Glauben der Amerikaner wie kein zweites Gebäude in New York.
