Dilan Sev «It’s a Boy! Wie ich Mutter eines transgender Sohnes wurde» erscheint am 20. Februar 2026

«Nathans Transition war für mich gleichbedeutend damit, meine Tochter verloren zu haben. Ich lernte erst nach und nach, dass das nicht so ist.»

Mit dieser radikalen Ehrlichkeit bricht Dilan Sev ein Schweigen, das viele Familien transgeschlechtlicher Kinder umhüllt. Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind mir sagt, dass es im falschen Körper steckt? Wie begleite ich diesen Weg, ohne die Verbindung zu meinem Kind zu verlieren? 

In ihrem Buch «It’s a Boy! Wie ich Mutter eines transgender Sohnes wurde» liefert Dilan Sev eine schonungslose Innenansicht eines Weges, der Familie, Körper und Psyche gleichermaßen fordert. Als ihre Tochter ihr mit zwölf Jahren sagt: «Mama, ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper», beginnt eine Reise gegen ein starres System: Dilan Sev begleitet ihren Sohn Nathan durch Testosteron-Behandlungen, soziale Herausforderungen und einen schweren Suizidversuch – während sie gleichzeitig gegen jahrelange Wartezeiten auf Therapieplätze, die Hürden des alten Transsexuellen-Gesetzes und eine zunehmend ablehnende gesellschaftliche Stimmung kämpft.

Doch Sev beschreibt auch das Unausgesprochene: Die tiefe Trauer um die Tochter, die sie geboren hat, und das Gefühl, dass amtliche Dokumente wie eine neue Geburtsurkunde die Vergangenheit scheinbar «löschen». Ihr Buch ist eine Liebeserklärung an ihren Sohn und gleichzeitig ein Plädoyer für ein neues Verständnis von Transition: Nicht als Bruch, sondern als ein Werden – wie ein Schmetterling, in dem die Raupe immer Teil des Ganzen bleibt.

«It’s a boy!» ist kein Ratgeber, sondern ein Buch, das Mut macht und für Eltern, die Rat und Orientierung suchen.

Quelle/Foto: Rowohlt Verlag GmbH